Presse

04. November 2014

Urbanes Grün – Konzepte und Instrumente - Leitfaden für Planerinnen und Planer

des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westpfalen

Grüne Begegnungsorte

Lebendige Stadtquartiere zeichnen sich durch eine Nutzungsmischung und vielfältige Begegnungsräume aus. Wegen der zunehmenden Individualisierung und Alterung der Stadtgesellschaft wächst der Bedarf an grünen Orten für die Begegnung und Aneignung in den Stadtquartieren.

Wichtige Potenziale hierfür sind Plätze, Straßenräume, Grünflächen, Parks sowie Kleingärten, Sportplätze und Friedhöfe. Für gemeinschaftliche Aktivitäten sind unter Umständen auch Höfe, Mietergärten, Siedlungsgrün und aktivierbare Brachflächen im Wohnumfeld geeignet.

Begegnungsorte sollten so gestaltet werden, dass eine beiläufige Kommunikation, Interaktion und nachbarschaftliche Kontakte im Wohn-, Arbeits- und Freizeitumfeld möglich werden. Beispiele sind die Gestaltung und Organisation von Freiräumen für gemeinschaftliches Gärtnern, für Spiel- und Bewegungsaktivitäten und als Treff in der Nachbarschaft oder im Quartier. Hierfür sollten folgende Fragen gestellt werden:

  • Welche Freiräume im Stadtquartier / im Wohnumfeld können die Qualität eines Begegnungsortes haben und die Anwohner zur Nutzung und Aneignung einladen?
  • Welche Gestaltung und Maßnahmen fördern die Begegnung und Aneignung?
  • Welche Akteure können in die Umsetzung einbezogen werden?

Auf Grundlage einer entsprechenden Analyse können die Handlungsbedarfe und entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Mögliche Gestaltungen und organisatorische Lösungen zeigen die Projektbeispiele in Berlin-Marzahn, Saarbrücken-Kirchberg und Essen-Altendorf auf. 

Berlin-Marzahn: Von der Brachfläche zum Gemeinschaftsgrün

Das Wohnungsunternehmen FORTUNA eG stellt seinen Anwohnern eine Freifläche zur Aneignung zur Verfügung und unterstützt sie bei der Gestaltung und beim Betrieb eines Gemeinschaftsparks mit Anwohnergärten. Eine Architektin und Landschaftsarchitektin haben die Akteure im Partizipationsverfahren und in der Umsetzung unterstützt. Regelmäßig tagte ein Anwohnerstammtisch und diskutierte, was im kiezPARK entstehen soll.

Die Realisierung sowie die fachliche Begleitung und Planung wurde aus Eigenmitteln des Wohnungsunternehmen und Mitteln aus dem Programm Stadtumbau-Ost und der Europäischen Union finanziert. Das Konzept und der Betrieb werden durch das Wohnungsunternehmen gemeinsam mit dem kiezPARK-Beirat, Partnern und Einrichtungen aus der Nachbarschaft (Kita, Stadtteilvereine und -initiativen, dem Nachbarschaftszentrum und dem Seniorenclub der Wohnungsbaugenossenschaft) abgesichert und weiterentwickelt.

Im kiezPARK sind so u.a. ein Obstgarten mit Streuobstwiese und Wildobsthecke, Anwohner-Gartenbeete, Kräuterhochbeete, ein Bachlauf und Teich, ein Platz mit Gartenzimmer und angrenzender Pergola, ein Wasserspielplatz sowie Wildwiesen entstanden. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie klassisches Siedlungsgrün zu einem vielfältigen, abwechslungsreichen und nutzbaren Gemeinschaftsgrün entwickelt werden kann.

www.mbwsv.nrw.de


04. November 2013

Ein bunter Park – mittendrin

Mit seiner Größe von fast 11.000 Quadratmetern und der Art seiner Entstehung unter ständiger Einbeziehung der Anwohner hat der kiezPARK FORTUNA in Marzahn bereits mit der Auszeichnung „Werkstatt N“ Projekt 2013 große Aufmerksamkeit erhalten. Nun wurde das Projekt beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis im Sonderpreis Wohnumfeld gewürdigt – als Beispiel für...
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30. Oktober 2013

Starke Partner zur Seite

Kita "Zwergenoase" spielt eine besondere Rolle im Kiez
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17. Oktober 2013

kiezPARK FORTUNA erhält Sonderpreis

Marzahn - Der kiezPARK FORTUNA ist wohl wirklich mit der Glücksgöttin im Bunde. Er wurde jetzt für seine Gestaltung nach Vorschlägen und Ideen der Anwohner ausgezeichnet.
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16. Oktober 2013

Mieter: Mehrheitlich mit ihrer Wohnsituation zufrieden

Das Online-Portal ImmobilienScout24 und der GdW sind in ihrer Studie „Bezahlbarer Wohnraum“ der Frage nachgegangen, wie die deutschen Mieter ihre Wohnsituation empfinden und was vom medial diskutierten Mieten und Betriebskostenanstieg tatsächlich bei ihnen ankommt. Das Ergebnis: 85 Prozent sind mit ihrer aktuellen Wohnsituation zufrieden oder sehr zufrieden.
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