Berliner Abendblatt

Ein bunter Park – mittendrin

Mit seiner Größe von fast 11.000 Quadratmetern und der Art seiner Entstehung unter ständiger Einbeziehung der Anwohner hat der kiezPARK FORTUNA in Marzahn bereits mit der Auszeichnung „Werkstatt N“ Projekt 2013 große Aufmerksamkeit erhalten. Nun wurde das Projekt beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis im Sonderpreis Wohnumfeld gewürdigt – als Beispiel für gelebte Partizipation.

Die Verleihung durch den Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) fand im Rahmen des Festakts „100 Jahre bdla“ am 20. September im Allianz Forum Berlin statt. Nicht nur für das Wohnungsunternehmen FORTUNA eG ist die Würdigung eine besondere Auszeichnung: Insbesondere gilt sie auch den vielen Akteuren, die sich rund um die Entstehung des kiezPARKs mit Ideen und Engagement eingebracht haben.

Vorbildlich gelöst wurde eine typische Aufgabe des Stadtumbaus Ost: Die Neunutzung des ehemaligen Schulgeländes an der Sitzendorfer, Ecke Schwarzburger Straße sollte zu einer aktiv zu nutzenden und öffentlich zugänglichen Quartiersmitte werden. Die Gestaltung des kiezPARKs wurde von Anwohnern, Vereinen, sozialen Trägern und Eigentümern begleitet und in themenbezogenen Workshops mitgestaltet.

Entscheidend für den Erfolg des Vorhabens war die Bereitschaft des Wohnungsunternehmens, die brachgefallenen Fläche vom Land Berlin zu übernehmen, gemeinsam mit Landschaftsarchitekten hochwertig zu gestalten und nicht nur für die eigene Nachbarschaft, sondern für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die genossenschaftliche Trägerschaft soll auch weiterhin die nachhaltige Nutzung und Pflege das Parks garantieren.

Der kiezPARK wird heute, mehr als ein Jahr nach seiner Übergabe, aktiv von Groß und Klein genutzt: Zum Spielen, Erkunden und Lernen, zum Erholen und gemeinsamen Gärtnern und immer auch im generationsübergreifenden Austausch. Allein in diesem Sommer fanden über 20 Veranstaltungen statt, deren Bandbreite vom Kaffeeklatsch, Trödelmarkt und einem „Zuckertütenfest“ bis hin zu Lesungen reichte. Auch das NachbarschaftsZentrum und der Seniorenclub der Genossenschaft sind hier regelmäßig aktiv.

Die Geschicke des Parks werden von einem Beirat gelenkt, der sich aus Anwohnern und Akteueren aus der Umgebung zusammensetzt. Gemeinsames Ziel: das Miteinander und den Austausch der Generationen zu fördern, Nachbarschaft zu leben und zu zeigen, dass es sich lohnt, den eigenen Lebensraum selbst mitzugestalten.

Quelle: Berliner Abendblatt – Sonderveröffentlichung „Leben in Genossenschaften“

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